Wie dieFassadenreinigungbei Algen und Schimmel hilft

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Sergio Donadei
Sergio Donadei
Inhaber und Geschäftsführer, GEKO GmbH · Wiler B. Utzenstorf
Zuletzt geprüft: 31. August 2026

Woran erkennt man eine intakte Fassade mit Algenbefall?

Entscheidend ist der Zustand des Putzes. Im beschriebenen Praxisfall war der mineralische Oberputz intakt, kreidete nicht und wies keine strukturellen Abplatzungen auf. Dann spricht viel dafür, dass der Belag oberflächlich ist und eine Reinigung sinnvoller ist als eine komplette Beschichtungssanierung.

  • Der Putz ist fest und trägt noch.
  • Es gibt keine Abplatzungen oder offenen Schäden.
  • Der Belag sitzt auf der Oberfläche, nicht in der Bausubstanz.
  • Die Ursache ist biologischer oder schmutzbedingter Oberflächenbefall.

Wie lief die Reinigung bei GEKO GmbH konkret ab?

In einem Projekt im Mittelland wurden 11 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 12'500 m² WDVS-Fassade behandelt. GEKO GmbH reinigte direkt vom Boden aus mit Carbon-Teleskoplanzen bis 15 m Höhe, ohne Gerüst oder Hebebühnen, und spülte danach sanft mit druckreguliertem Heisswasser unter 20 bar. Zum Schluss kam eine Hydrophobierung mit Langzeitwirkung gegen erneuten Befall.

CHF 248'000Kosten der Reinigung im Projekt 2025

GEKO GmbH

Oberflächlicher Algen- und Schimmelbefall auf intaktem Putz kann oft substanzschonend gereinigt werden statt die Fassade neu zu streichen.— Sergio Donadei, Inhaber und Geschäftsführer

Warum ist der Neuanstrich oft die teurere Lösung?

Entgegen der verbreiteten Annahme ist die teuerste Lösung nicht immer die sicherste. Im Praxisfall lagen die Kosten für den Neuanstrich bei 920'000 Franken, weil zusätzlich Gerüstbau, Risssanierung und ein zweifacher Silikonharzanstrich eingeplant waren. Die Reinigung mit Langzeitschutz kostete 248'000 Franken, also 672'000 Franken weniger.

VarianteKostenDauerEingriffNeuanstrichCHF 920'00028 WochenGerüst, Risssanierung, zweifacher SilikonharzanstrichReinigung mit LangzeitschutzCHF 248'0003.5 WochenArbeit vom Boden aus, sanfte Spülung, Hydrophobierung

Welche Fehler passieren bei Fassadenreinigung besonders oft?

Der häufigste Fehler ist eine Entscheidung nach Optik statt nach Substanz. Wer bei rein biologischem Oberflächenbefall sofort einen Neuanstrich plant, bezahlt schnell für Arbeiten, die technisch noch gar nicht nötig sind. Genau deshalb gehört die Vor-Ort-Prüfung an den Anfang, nicht ans Ende.

  1. Nur den Farbton beurteilen und nicht den Putz.
  2. Gerüst und Neuanstrich ansetzen, obwohl der Untergrund intakt ist.
  3. Zu hohen Druck einsetzen und die Dämmputzstruktur riskieren.
  4. Keinen Langzeitschutz vorsehen und den Befall später erneut bekommen.

Wichtiger Praxispunkt

Bei intaktem mineralischem Oberputz sollte zuerst geprüft werden, ob eine schonende Reinigung reicht. Wird zu früh saniert, entstehen unnötige Kosten und längere Stillstandzeiten.

Wann ist Selbstmachen sinnvoll, wann braucht es einen Profi?

Bei Fassaden mit biologischem Belag ist Selbstmachen nur dort sinnvoll, wo die Situation eindeutig und kleinflächig ist. Sobald die Fläche grösser ist, die Höhe steigt oder die Substanz unklar bleibt, braucht es Fachwissen, abgestimmte Mittel und ein sauberes Vorgehen. GEKO GmbH arbeitet hier mit spezialisierten Systemen für Fassade, Dach, Stein und Beton.

Häufige Fragen zur Reinigung von Fassaden mit Schimmel

Häufige Fragen

Kann man eine stark verschmutzte Fassade trotzdem reinigen lassen?
Ja, wenn der Untergrund intakt ist und der Befall oberflächlich bleibt. Entscheidend ist nicht nur das Ausmass der Verfärbung, sondern vor allem der Zustand des Putzes. Erst wenn die Substanz geschädigt ist, wird die Sache eher ein Sanierungsfall.
Warum ist Langzeitschutz nach der Reinigung sinnvoll?
Weil die Reinigung allein den bestehenden Belag entfernt, aber die erneute Ansiedlung nicht automatisch verhindert. Mit einer Hydrophobierung oder einem passenden Schutzsystem lässt sich die Oberfläche weniger anfällig machen. Das ist besonders hilfreich bei Fassaden, die stark der Witterung ausgesetzt sind.
Wie schnell kann so ein Projekt abgeschlossen werden?
Im beschriebenen Fall dauerte die Reinigung 3.5 Wochen beziehungsweise 18 Arbeitstage. Ein Neuanstrich war mit 28 Wochen deutlich länger eingeplant. Für Verwaltungen und Eigentümer ist diese Differenz oft ein wichtiger Teil der Entscheidung.
Ist ein Neuanstrich nie nötig?
Doch, wenn der Putz beschädigt ist, Risse vorliegen oder die Fassadenschicht nicht mehr intakt ist. Dann reicht eine Reinigung nicht aus, weil das Problem tiefer liegt. Die Kernfrage ist also immer zuerst: Oberfläche oder Substanz?

Für GEKO GmbH ist der wichtigste Punkt deshalb die Reihenfolge: zuerst prüfen, dann entscheiden. Wer die Fassade vor Ort sauber beurteilt, vermeidet unnötige Kosten und gewinnt oft mehrere Jahre Nutzungsdauer zurück.

Wenn Sie einen belastbaren Entscheid zwischen Reinigung und Neuanstrich brauchen, lohnt sich eine fachliche Beurteilung der Fassade vor Ort. Genau dort zeigt sich, ob ein schonendes Verfahren genügt oder ob eine Sanierung wirklich nötig ist.

Fassadenzustand prüfen lassenGEKO GmbH, Wiler B. Utzenstorf